Hier folgt noch ein Nachtrag. Auf meiner Reise vom Norden zurueck nach BKK habe ich einen Zwischenstopp in Sukothai eingelegt. Im old sukothai historical park sind ueber ein Gebiet von 5km Ruinen verstreut, die von einem Thai-Reich um 1400 zeugen. Der Ort gilt als Wiege Thailands, weil von hier aus zum ersten Mal ein Siamesischer Koenig ein Reich mit den ungefaehren Ausdehungen das heutigen Thailnds beherrschte.  Er war es angeblich der Ceylonesische Moenche und damit den Bhuddismus nach Indochina brachte.  Gegenspieler zu jener Zeit waren die Khmer im Osten (Kambodscha) und die Birmanen im Norden (Burma).

Zusammen mit Lassi Nieminen aus Finnland, dem ich auf dem Flur meiner Absteige begegnet bin, haben ich mich im Gedenken an Indiana Jones mit dem Velo von Ruine zu Ruine durchgeschlagen. Allerdings war es ein recht ueberschaubares Abenteuer: 3 spuhrig ausgebaute Asphaltwege verbanden fast alle Attraktionen miteinander. Einzig der fruehe Tag-Nacht wechsel haette uns beinahe auf dem falschen Fuss erwischt. Ohne rechte Karte fuhren wir in der Daemmerung zurueck zum Hotel. Aber mein Orientierungssinn hat die Pruefung bestanden. (Angeblich sei letzten Monat bei Dunkelheit eine Touristin verschwunden, Lassi und ich scherzten, dass ein schweizer Nachrichtensoldat und ein finnischer ArtillerieKorporal es auch mit einer Uebermacht Thais aufnehmen wuerden…)

Toward the Lao border

17.Juli 2008

Am Montag ist Markus in BKK angekommen. Ich war zuletzt ein bisschen nervoes, ob wir uns wirklich auf Anhieb finden wuerden. Immerhin befand sich das von mir gebuchte Hotel nahe der geschaeftig bis nach Aufmerksamkeit lechzenden Khaosan-Road. Ein Airport-Bus bringt im 15min-Takt eine Ladung Farangs ins Touristen-Zentrum. Da ich nicht so genau wusste, wie lange Markus fuer das Immigrations-Prozedere brauchen wuerde, stellte ich mich auf eine laengere Wartezeit ein. Es kam dann ganz anders, da Markus im Flugzeug neben einem jungen Thailaender sass, der in Lausanne als Koch arbeitet. Markus durfte vom persoenlichen Abholservice mitprofitieren.

Am naechsten Morgen nahmen wir uns das Standart-Ziel jedes BKK-Touris vor: Den Grand Palace des thailaendischen Keonigs. (Ja, Thailand ist eine Monarchie, und der Koenig wird so sehr verehrt, dass montags (fast) alle Thais die Koenigsfarbe Gelb tragen, da der Geburtstag des Koenigs auf einen Montag fiel. Neben dieser eher belustigenenden Anekdote muss man aber sagen, dass der Koenig durchaus zu Recht ein so hohes Ansehen geniesst. Er ist moralisches und politisches Rueckgrat der Gesellschaft. Also oberster Befehlshaber der Armee laesst er einen allzu korrupten und machtgiergien Ministerpreasidenten (Thaksin 2006) schon mal wegputschen… Beruehmt ist auch sein Engagement in den laendlichen Zonen, die deutlich hinter dem Stand der grossen Staedte hinterherhinken (Schulen, Krankenhauser)).

Der Palast und der eigene Tempelbezirk halten mit Prunk dann auch nicht zurueck. Klotzen statt kleckern ist man versucht zu sagen, da man ob des vielen (Blatt-)Goldes fast erblindet (insbesondere wenn es ein so strahlend blauer Tag war, wie wir ihn erleben durften.) Allerdings ist in der Architektur durchaus eine Linie und die Liebe zum Detail zu erkennen. Hauptattraktion ist eine ca. 80cm grosse Buddha-Statue (again) aus Jade, die den etwas verwirrenden Namen Smaragd-Buddha traegt. Ein Beutestueck aus den Zeiten da Thailand Laos und Teile Kambodschad unterworfen hatte. An dieser Stelle koennte man einen historischen Exkurs einfuegen, dem Interessierten Leser empfehle ich Wikipedia, oder mich bei Gelegenheit auf ein Glas Wein einzuladen…

So am Rande: Man hat in Ostthailand Keramik gefunden, die so alt ist (7000 Jahre geschaetzt), dass man Thailand als Wiege der Kultur vermuten koennte (Ursprung der ersten Zivilisation). Wie uehblich in solchen Faellen sind sich die Experten uneinig, selbst jene die das herkoemmliche Szenario vertreten.

Zurueck zum Reisen: Noch am selben Tag haben wir um 15.30 BKK mit dem Zug Richtung Laotische Grenze verlassen. Beim Buchen waren wir nicht so sorgfaeltig und haben ein 3. KLasse Ticket auf einem Bummler erwischt. 6 Stunden intensives Thailand fuer alle Sinne. Insbersondere der Tastsinn kam mehr als gewuenscht zum Zug, bedeutet 3. Klasse naemlich Holzbaenke.

Abends um Zehn kamen wir erschoepft in Korat an. Unsere ratlosen Blicke nach einem Hotel riefen zahnfletschende TukTuk-Fahrer auf den Plan. Gluecklicherweise erklaerte der Dorfsheriff die Nachtruhe der zwei Fremden aus dem Abendland zur Chefsache. So erreichten wir ein nicht ganz so schlechtes Hotel, das jedoch auf dem Gang aussah wie ein Gefaengnis. Auch besuchten uns zwei pflaumengrosse Kakerladen, was schwer an schwedische Gardinen errinnert. Wir haben sie dann aber nicht gegessen, da die Friteuse fehlte.

Am naechsten Morgen gings weiter per Bus ins dreihundert Kilometer entfernte Nong Khai, dem Grenzort zu Laos. Zum ersten Mal erblickten wir den Mekong, den wir tagsdarauf ueberquerten. Trotz Androhung des TukTuk-Fahrers, wegen Feiertag sei die Grenze geschlossen, durften wir sie dann noch passieren – wie alle anderen uebrigens. Dank dem on arrival-Visum fuer 35 Dollar durfen wir nun 30 Tage in Laos bleiben.

Von der laotischen Hauptstadt Vientiane haben wir ausser unserem Guesthouse und diesem Internet-Cafe noch nicht viel gesehen. Das kommt aber nur vielleicht noch, da wir morgen in das hoffentlich gruenere Vang Vieng weiterreisen, wo wir einmal die Fuesse hochlagern moechten.

PS: Waehrend meiner ganzen Zeit in Pai hat mich keine einzige Muecke gestochen! Warum diese Nachricht bemerkenswert ist? Als ich ankam, berichtete mir eine Neuseelaenderin, dass zur Zeit 70 Leute im Pai-Hospital wegen Dengue-Fiebers behandelt werden. Ich nahms zur Kenntnis, wollte meine Plaene aber nicht aendern. Der Ort gefiel mir einfach zu gut und zudem war da noch die Sache mit meinem Package: Ich hatte bereits in BKK fuer drei Naechte bezahlt. Also nahm ich die Neuigkeit als Geruecht auf. Allerdings war dann der Pick-up mit Spray-Einheiten kein Geruecht und auch nicht der Mann mit Atemmaske und Spritze der von Haus zu Haus ging und jeden Winkel mit etwas gefarhrlich-riechendem einnebelte. Auf Informationen von offizieller Seite fuer die Touristen (von denen man in den Strassen Pais mehr sieht als Thais) wartete ich vergeblich. Das gehoert glaubs zum thailaendischen Prinzip der Tourismus-Foerderung: Nichts schlechtes ueber Thailand soll nach aussen gelangen. Was genau der Pick-up mit den Lautsprechern zu den Thais sagte blieb mir verborgen…

Aber wie gesagt – um die muetterlichen Gefeuhle zu beruhigen: Ich wurde nie gestochen in meinen 3 Pai-Tagen und fuehle mich auch jetzt, da ich in Sukothai weile, nach wie vor puddelwohl. Im herkeomlichen Sinne war meine Entscheidung in einem Gebiet zu verbleiben, wo evetuell eine Dengue-Fieber-Epidemie ausbrach, vielleicht ein bisschen eigen- (oder sagen wir leicht-)sinnig, aber da ich ja aufgehoert habe an eine matrielle Welt im herkoemlichen Sinne zu glauben, fuehlte ich mich in keinem Moment beunruhigt…;-)

 

 

Toeff-Tour in Pai

10.Juli 2008

Heute hab ich mir einen 100ccm Scooter gemietet. Der Sprit fuer einen Tag (1 Fuellung) hat gleich viel gekostet wie die Miete: 100 Bath (ca 3 SFr). So am Rande bemerkt: Was bedeutet es fuer ein Land wenn man fuer die Kosten eines Liters Sprit schon ein vollwertiges Mittagessen bekommt?

Zum mieten laesst sich vielleicht noch folgendes anfuegen (da ich in gewissen Kreisen ja einen herausragenden Ruf als Motorfahrzeuglenker besitze): Question: Do you know how to ride this bike? Answer: Hm, yes I think so, I did it once before… – Ok here is the key. Its the black one over there. Have a nice trip! Mit „once“ meinte ich jene 500m auf dem Veloweg beim Ferienhuesli auf der Yamaha von Roman. Ich musste dann nochmals nachfragen wie man jetzt genau startet.

Da ich mich nicht so recht mit Routenplanung auseinandersetzen konnte (ich hatte eine Karte im Massstab 1:1.2 Mio und ein Stadtplan auf dem ausdruecklich vermerkt war „not to scale“…) fuhr ich einfach mal los auf der Strasse die von der Tankstelle aus dem Ort hinausfuehrte. Wie ich dann herausfand verband der Highway Pai mit der Provinzhauptstadt imNorden. Dazwischen liegt ein mittelhoher Pass, was mir ca 800 Hoehenmeter Serotonin bescherte. (Adrenalin brauchte ich erst beim Hinunterfahren weil ich da mitten in einen Sindflut-artigen Monsoonregen kam und sogar meine Flipflops mehr Profil hatten als meine Reifen…) Auf jeden Fall wurde die Aussicht mit jeder Kurve fantastischer, die Freude am fahren stieg also mit jedem Hoehenmeter. Auf der Passhoehe traf ich dann Robert und Viola aus Ostdeutschland. (das ‘Ost’ ist ja eigentlich hinfaellig, wie mir am Abend bei einer Pizza -Sorry, dafuer gabs einen Grund- erklaert wurde ist es aber doch nicht ganz das selbe: same same – but different) Sie waren in etwa auf dem selben Ross unterwegs wie ich, waren aber seit 3 Tagen mit SAck und Pack unterwegs. Ich war beeindruckt und auch ein bisschen neidisch auf soviel Abenteuergeist. Wir verabredeten uns fuer den Abend auf eine Pizza, weil sie seit Tagen nur Reis gesehen hatten.

Was ich in diesem Blog bisher verschwiegen habe: Gleich am ersten Tag wurde ich von einem grundsaetzliche sehr netten Tuktuk-fahrer zum staatlichen Tourist-Office (TAT) gebracht. Dieses hat einen sehr guten Ruf, da es gerade fuer Trekking Touren, wie ich sie geplant hatte, einen gewissen Standart garantiert. Ich dachte also, ich mache Naegel mit Koefen und habe mir sogleich einen 11-Tage trip mit ein bisschen Soukothai (antike Koenigs-stadt) und ein bisschen Hill-village feeling (Pai) und eben dem erwaehnten Hill-Trekking buchen lassen. Ein bisschen gestutzt habe ich schon beim Preis, aber ich war mir des Bath-Sfr-Kurses auch noch nicht ganz so gewahr…

Am Freitag morgen kam ich dann schliesslich mit dem Nacht-zug (verlief sehr angenehm. Im Zug bekam ich von einem hollaendischen Vater beinahe eine Stelle vermittelt in Finnland. ) nach Chang Mai (CM), der 2. groessten Stadt Thailands. Vom Zugfenster aus sah auch schon alles viel vertrauter aus als in BKK, naemlich gruen, das gibt dem gemeinen Schweizer schon mal ein Gefuehl von Heimat. Am Abend war im GH in CM ein Treffen mit unserer schlussendlich 7-Koefigen Trekking-Truppe angesagt. Schliesslich machte mich Lars (29, D zusammen mit Steffi) darauf aufmerksam, dass er vermute es sei ein fake-TAT gewesen. Was sich vor allem darin aeussere dass fuer ein mittleres (bis mieses) Angebot ueberrissene Preise verlangt werden … Ja sowas passiert einem, wenn man in BKK den Tuktuk-fahrern auf den Leim geht.Im verlauf des Trekkings fanden wir dann heraus, dass alle Gaeste dieses GH ’s bei einem solchen ‘TAT’ gebucht hatten. (2 hollaendische Studentinnen haben fuer 4 Wochen Thailand inkl. Island-hopping ueber 1000 Euro bezahlt. Das toent vielleicht nicht nach viel, aber fuer hiesige Verhaeltnisse ist das schon an der Grenze zum Wucher. Mein Ticket fuer den Nachtzug haette nur 770 Bath ca 22.- gekostet, pro Tag kostet mich mein Arrangement jetzt aber fast 50.- … Anyway money is not everything.)

Gluecklicherweise waren wir aber eine coole Truppe. Am neachsten Morgen kamen dann nochmals 2 Hollaenderinnen (Michele 25+ Gabrielle 24, sprich Chabi) direkt vom Nachtbus zu uns. Unser Guide machte auch keinen allzu-katastrophalen Eindruck, auch wenn er etwa gleich gut englisch sprach, wie ich spanisch. (Will go to waterfall, 1 hour walking, then night in hut, meal I will cook, spidersoup, hihi…) Unser Trip bestand aus 2 Naechten im Busch und 3 Tagesmaerschen a ca 2-3 h (total) also definitiv fuer den durchschnitts-Tourist. Es stellte sich dann aber bei fast allen heraus, dass dies vollauf genuege (bis auf den gipfelgeilen Schweizer). Bis zum ersten Wasserfall wurden wir aber noch mit einem Elephant-ride beehrt,den wir uns auch hatten sparen koennen. Spaetestens da fuehlten sich Lars und ich an den Stefan Loose Reisefuehrer erinnert, der in diesem Zusammenhang von der Rennstrecke nahe bei CM sprach. Insbesondere bei unsere Rueckkehr, als wir nochmals kurz bei unserem Startpunkt Rast machten fuer eine Mahlzeit sahen wir dann wie es auf der Rennstrecke zu und her gehen kann. Im 5min Rhytmus kamen Pick-ups und brachten Flipflop Touris zum Mittagessen.

Schlussendlich muss ich aber sagen, dass auch dank den sympathischen Leuten in unserer Gruppe, es durchaus eine lohnende und bereichernde Erfahrung war. Im Jungle, oder sagen wir einfach in einem thailaendischen Wald zu laufen gefiel mir (und auch den anderern) recht gut. Je schmaler die Wege und je steiniger der Aufstieg desto mehr freute ich mich auf die Aussicht, was glaube ich nicht ganz alle so sahen (es gibt halt nicht so viele Berge in Holland, dass man es sich gewohnt waere bei 30C in Sneakers ueber lehmige Pfade zu wandern). Alle waren wir dann happy als wir nach ca 2h zu unserem ersten Wasserfall kamen. Aus ca3 m fiel das Wasser in ein breites Knie- bis Hueft-tiefes Becken, so dass man sich direkt unter den prasselnden Strahl stellen konnte: Thai-Massage einmal anders. Wirklich gespannt waren wir dann auf unsere Unterkunft. Die rethorischen Faehigkeiten unseres Fuehrers waren zu beschraenkt um uns gross zu erklaeren was wir unter einer Jungle-hut vorzustellen haetten. Dass es so gemuetlich sein koennte haetten wir uns nicht ertraumt (nicht beim fake-TAT). Nachtessen war dann entgegen den Androhungen keine Spinnen-suppe, sondern Reis mit Gemuese und ein paar Maraton-chicken stuecken.

Ich wurde grundsaetzlich gewarnt, dass man in BKK schon ziemlich bald keine Bhuddas mehr sehen kann. Nicht weil sie nicht schoen waeren oder ich mich ueberhaupt nicht fuer lokale Kultur interessieren wuerde. Nur die schiere Menge ist das Problem. Es ist unfassbar, wieviel Tempel man in BKK findet. Und ist er geoeffnet (will heissen auch das innere ist zugaenglich), so findet man dann immer einen Bud…
Vielleicht lag es auch daran, dass ich mich verpflichtet fuehlte moeglich das ganze Abgebot abzuspuhlen. Aus irgendeinem unerfindlichen (aber durchwegs begruessenswerten) Grund, erliess das Ministry of Tourism fuer den Tag meiner Ankunft in BKK die Eintrittsgebuehren (zwischen 10 und 40 Bath = ca 1 Sfr) aller Tempel und ermoeglichte den Zugang zum Innenraum, der im Normalfall den Moenchen vorbehalten ist. Des weiteren schrieb diese spezielle Regelung auch den Tuktuks vor nicht mehr als 20Bath fuer 1-2 h zu verlangen. Im Austausch bekamen sie bei jedem Tempel einen Benzin-Coupon. Das Hatte dann ebenfalls eher Quantitaet als Qualitaet zur Folge…

Was man in der Schweiz immer fuer selbstvertstaendlich haelt wird in einer groesseren Stadt, die man dazu zum erstem Mal sieht, zu einer kleineren bis mittleren Herausvorderungung: Naemlich von A nach B zu kommen. Gerade von Zurich ist man extrem verwohnt, was die Uberbruckung von kleineren bis mittleren Distanzen angeht.

 

Velo: scheidet aus naheliegenden Gruenden aus (Also wenn ich eins haette wuerde ichs zumindest versuchen…).

Stadt-Busse: ist grundsaetzlich moeglich, aber solabge man kein Thai lesen kann, sind weder Haltestellen noch Busziele im vornherein herauszufinden. Daher ziemlich abenteuerlich.

 

S-Bahn wuerde heissen Regional-Eisenbahn. Gibt es grundsaetzlich; faehrt aber nur touristisch uninteressante Gebiete an.

Hingegen Sky-Train: toent sehr mondaen, ist es auch. Extrem schnell, da direkt ueber alles was kleiner als 20m ist. Allerdings nur ein kleines Netz. Immerhin 30 Fussmin von meinem GH entfernt hats eine Hltst. Zudem sehr bezahlbar (=spottbilig fuer einen Farang 15min=35 Bath=1Sfr).

 

Tuktuk: 1. Krebsliga laesst gruessen. 2. Psychologenvereinigung ebenfalls. 3. Die Rega haelt sich bereit +41 333 333 333. Denn: Sie fahren nie mit Meter (auf jeden Fall mit den Touris). Der Fixpreis ist meistens (Hey my friend, I make special offer for you…) ein einseitiges Freundschaftgeschenk in die eher unbeabsichtigte Richtung. Fahrstil, sogar fuer mich sportlich bis an die Grenzen der Fahr-fisik (beim Anhalteweg immer darueber).

 

Taxi: Ohne Probleme. Keine Verhandlungen, klimatisiert, genau ablieferung, keine Verbruederungs-Bemuehungen (hey my friend where are you from, ah swisserland very nice country, yuuro, zuuric ehh spain won…) Einfach nur um den Meter-Zaehler bitten. Einzig abgelegene Ziele, die eine leere Rueckfahrt erwarten lassen sind nicht anfahrbar.

 

Schiff (ca 20m lange Barke mit Dieselmotor): Mein bisheriges Highlight. Fahren auf vorgegebenen Routen (dort wo es einen Kanal gibt). Extrem billig (doppelte Strecke wie Skytrain fuer 18 Bath=50 Rp.) Der Vergleich mit dem Skytrain ist insofern interessant, als dass die gefuhlte Geschwindigkeit in etwa dieselbe ist… Wer schon einmal in Sudfrankreich eine Penichet auf dem Canal du midi manoveriert hat, schwebt standig zwischen einem Gefuhl der Bewunderung und der Panik. Der Kanal ist nicht breiter aber zusatzlich voller Einschrankungen, wie Brucken, Bauabsperrungen, Stege, etc .. Die Spitze des Todesmutes sind aber die Kreuzungsmanover… Bis kurz vorm passieren steht die Barke jeweils halbquer, da im engen Kanal der Wellenschlag seine Energie nicht dissipieren kann. 

Zu Fuss: Grundsatzlich OK, aber nach 30 min gehen, mochte man immer zum Ersatztrikot greifen. Zudem muss man sich gerade im Zentrum, um die Sehenswuerdigkeiten herum, immer der unglaeubigen Tuktuk-Fahrer erwehren (erstens haben die weissen ja Geld, und zweitens wollen sie ja nur helfen… )