Geheimtip Luang Prabang …?
22.Juli 2008
Vor Reiseantritt duerfte Luang Prabang (LPB) als Highlight jeder Laos-Reise gelten. Tatsaechlich bietet die ehemalige Hauptstadt Laos mit ihren zahlreichen Kloestern und Tempeln inmitten des gruenen Jungles ein malerisches Bild. Auch die Unesco hatte vor ein paar Jahren ein einsehen und vergab (zurecht) das Guetesiegel “World cultural heritage”. Nur hat sich damit der ehemalige Geheimtip zu einer veritablen Geldmaschine gemausert. Die verlaengerte Flugpiste ist ueber BKK nun auch mehr oder weniger direkt von Europa buch- und anfliegbar. Dank der Regenzeit (Low-Season in Indochina, erst ab Oktober werden die Hotels richtig voll) ist es auch noch nicht vollends ueberloffen und innerhalb der Altstadt sogar wirklich schoen. Allerdings hat das Preisniveau ein Level erreicht, das nicht so recht zu einem Land mit knapp 400 Dollar durchschnittlichem Jahreseinkommen passen will.
Ein Beispiel: Heute haben wir den Standard-Ausflug in die Pak Ou-Hoehlen unternommen: 1.5 Stunden faehrt man mit dem Slow-boat auf dem Mekong bis man direkt vom Wasser eine Hoehle mit alten Bhuddastatuen betritt. Kosten 10 Dollar p.P….(Boot + Eintritt)! Unterwegs wird man in einem Dorf abgeladen, das einem als Village-People-visit verkauft wird, aber tatsaechlich nur aus einer Ansammlung von Souvenier-shops besteht. Eine 2. Hoehle ist ueber eine 200m lange Treppe erreichbar. Auf dem ganzen Weg wird man begleitet von Kindern, die fuer 1$ ein kleines Voeglein aus dem Kaefig lassen und ihm die Freiheit schenken. Toent niedlich. Aber wenn der Tourismus soviel Geld in die Gegend bringt, wiso sind diese Kinder nicht in einer Schule? Wieso reichen 10$ fuer den Ausflu nicht aus, um die Anlagen in Schuss zu halten? (Ueberall standen Urnen mit der Bitte die Restaurierung zu ermoeglichen… die auch dringend notwendig erschien). Ich hatte definitiv ein anderes Bild von Laos.
Die Ausfluege zu den beiden Wasserfaellen haben sich dann aber doch gelohnt. Die Regenzeit bewirkte dass beide ziemlich viel Wasser fuehrten und damit noch einiges eindruecklicher wirkten. Der Pfad ueber die Wassertreppe endete fuer normale Touristen mit dem Warnhinweis: “Danger, what’s out!”. Was zwei abenterulustige Schweizer aber noch nie von ihrem Entschluss abbringen konnte. Die Aussicht die nach diesem Hinweis folgte war dann auch besonders spektakulaer, wenn man sich nach vorne neigte ging es ca 30 m in die Tiefe, von oben rauschte knapp am Kopf vorbei ein Fontaene aus ca 20 m.





