In Vang Vieng haben wir heute zwei ToeffToeff gemietet. Es war gleichzeitig der erste Ruhetag seit Bangkok vor knapp einer Woche. Zuvor verbrachten wir zumindest den halben Tag im Bus, Zug oder Tuktuk. Einerseits hofften wir so etwas Zeit zu gewinnen, andererseits gefiel es uns nie so gut, als dass sich ein Pause gelohnt haette. Wir hofften in Vang Vieng in einem gemuetlichen Bungalow am Fluss die Fuesse hochzulagern. Doch der Fluss der Boesewicht, zeigte sein wasserreiches Gesicht. Anhaltende Regenfaelle  in den letzten Tagen liessen den eigentlich harmlosen xy-Fluss (nicht Mekong) zu einem gewaltigen Strom anwachsen. Am Tag unserer Ankunft war die Bruecke noch gesperrt. Als wir uns selbst ein Bild machten am naechsten Abend, stand das Wasser immer noch bis wenige Zentimeter unter der Fahrbahn. Im Gegensatz zur Bruecke war das Risikomanagement bei den meisten Guesthouse-Bungalows eher vom Stil UBS…  Sie standen bis zum Dach unter Wasser. Offenbar hatte der zunehmende Strom an Rucksacktouristen in den Norden von Laos dazu gefuehrt, dass jeder freie Zentimeter an der Uferzone mit einem Guesthouse zugepflastert wurde. Dass es sich bei VangVieng um eine Boom-City handelt (ich hatte noch auf einen reizvollen Ort umgeben von Karstfelsen gehofft…) wurde spaetestens beim Abendessen klar. Es war beinahe unmoeglich, ein Restaurant zu finden, dass nicht amerikanische Spielfilme in Ueberlautstaerke spielte und nicht nur Pizza und Hamburger offerierte.

15 cm ueber dem Wasserspiegel gabs herrliche Mueesli zum Zmorgen mit Mango, Ananas und Wassermelone. Was wir drei Tage spaeter erfuhren: An diesem Tag ertrank ein Traveller beim Tubing. Dabei handelt es sich um ein ansonsten gemuehtliches sich treiben lassen auf einem LKW-Pneu. Wer die Wirbel vom Ufer aus nur kurz beobachtet hat, fragt sich nach der Geschaeftsphilosophie der Tour-Organisatoren. (Angeblich war der Traveller schon vor der Losfahrt in einem anderen Orbit: Opium oder Marihuana: an jeder Strassenecke zu haben in VangVieng)

Go Go Go… Chinesische Billig-Toeffs fuer Laos. Fuer Abgasvorschriften scheint sich trotz bedrohlich dunkeln Wolken keiner zu interessieren.

Das schoene Wetter taeuscht; ueber Nacht hatte es nochmals geregnet. 2 km speater war die Strasse  Oberschenkeltief ueberflutet. Auf beiden Seiten gab es findige Tranportunternehmer, die ihren Rapid (traktoraehnliches Gefaehrt) zum Toeff-Uebersetzen anboten. Wir kehrten dankend um.

Im Hintergrund erkennt man die nach wie vor eindruecklichen Karstfelsen, die das Hochplateau von VangVieng umschliessen und bis zu 5 km lange Hoehlen in sich beherbergen.

Einen Kommentar schreiben