Toward the Lao border

17.Juli 2008

Am Montag ist Markus in BKK angekommen. Ich war zuletzt ein bisschen nervoes, ob wir uns wirklich auf Anhieb finden wuerden. Immerhin befand sich das von mir gebuchte Hotel nahe der geschaeftig bis nach Aufmerksamkeit lechzenden Khaosan-Road. Ein Airport-Bus bringt im 15min-Takt eine Ladung Farangs ins Touristen-Zentrum. Da ich nicht so genau wusste, wie lange Markus fuer das Immigrations-Prozedere brauchen wuerde, stellte ich mich auf eine laengere Wartezeit ein. Es kam dann ganz anders, da Markus im Flugzeug neben einem jungen Thailaender sass, der in Lausanne als Koch arbeitet. Markus durfte vom persoenlichen Abholservice mitprofitieren.

Am naechsten Morgen nahmen wir uns das Standart-Ziel jedes BKK-Touris vor: Den Grand Palace des thailaendischen Keonigs. (Ja, Thailand ist eine Monarchie, und der Koenig wird so sehr verehrt, dass montags (fast) alle Thais die Koenigsfarbe Gelb tragen, da der Geburtstag des Koenigs auf einen Montag fiel. Neben dieser eher belustigenenden Anekdote muss man aber sagen, dass der Koenig durchaus zu Recht ein so hohes Ansehen geniesst. Er ist moralisches und politisches Rueckgrat der Gesellschaft. Also oberster Befehlshaber der Armee laesst er einen allzu korrupten und machtgiergien Ministerpreasidenten (Thaksin 2006) schon mal wegputschen… Beruehmt ist auch sein Engagement in den laendlichen Zonen, die deutlich hinter dem Stand der grossen Staedte hinterherhinken (Schulen, Krankenhauser)).

Der Palast und der eigene Tempelbezirk halten mit Prunk dann auch nicht zurueck. Klotzen statt kleckern ist man versucht zu sagen, da man ob des vielen (Blatt-)Goldes fast erblindet (insbesondere wenn es ein so strahlend blauer Tag war, wie wir ihn erleben durften.) Allerdings ist in der Architektur durchaus eine Linie und die Liebe zum Detail zu erkennen. Hauptattraktion ist eine ca. 80cm grosse Buddha-Statue (again) aus Jade, die den etwas verwirrenden Namen Smaragd-Buddha traegt. Ein Beutestueck aus den Zeiten da Thailand Laos und Teile Kambodschad unterworfen hatte. An dieser Stelle koennte man einen historischen Exkurs einfuegen, dem Interessierten Leser empfehle ich Wikipedia, oder mich bei Gelegenheit auf ein Glas Wein einzuladen…

So am Rande: Man hat in Ostthailand Keramik gefunden, die so alt ist (7000 Jahre geschaetzt), dass man Thailand als Wiege der Kultur vermuten koennte (Ursprung der ersten Zivilisation). Wie uehblich in solchen Faellen sind sich die Experten uneinig, selbst jene die das herkoemmliche Szenario vertreten.

Zurueck zum Reisen: Noch am selben Tag haben wir um 15.30 BKK mit dem Zug Richtung Laotische Grenze verlassen. Beim Buchen waren wir nicht so sorgfaeltig und haben ein 3. KLasse Ticket auf einem Bummler erwischt. 6 Stunden intensives Thailand fuer alle Sinne. Insbersondere der Tastsinn kam mehr als gewuenscht zum Zug, bedeutet 3. Klasse naemlich Holzbaenke.

Abends um Zehn kamen wir erschoepft in Korat an. Unsere ratlosen Blicke nach einem Hotel riefen zahnfletschende TukTuk-Fahrer auf den Plan. Gluecklicherweise erklaerte der Dorfsheriff die Nachtruhe der zwei Fremden aus dem Abendland zur Chefsache. So erreichten wir ein nicht ganz so schlechtes Hotel, das jedoch auf dem Gang aussah wie ein Gefaengnis. Auch besuchten uns zwei pflaumengrosse Kakerladen, was schwer an schwedische Gardinen errinnert. Wir haben sie dann aber nicht gegessen, da die Friteuse fehlte.

Am naechsten Morgen gings weiter per Bus ins dreihundert Kilometer entfernte Nong Khai, dem Grenzort zu Laos. Zum ersten Mal erblickten wir den Mekong, den wir tagsdarauf ueberquerten. Trotz Androhung des TukTuk-Fahrers, wegen Feiertag sei die Grenze geschlossen, durften wir sie dann noch passieren – wie alle anderen uebrigens. Dank dem on arrival-Visum fuer 35 Dollar durfen wir nun 30 Tage in Laos bleiben.

Von der laotischen Hauptstadt Vientiane haben wir ausser unserem Guesthouse und diesem Internet-Cafe noch nicht viel gesehen. Das kommt aber nur vielleicht noch, da wir morgen in das hoffentlich gruenere Vang Vieng weiterreisen, wo wir einmal die Fuesse hochlagern moechten.

Eine Antwort zu “Toward the Lao border”

  1. Philipp sagte

    Ciao Lukas

    Glas Wein? Ja sicher…! Spätestens irgendwann nach dem 1. Oktober in unserer Wohnung.

    Grüssli nach Laos

    PS: Von wegen abenteuerlustig oder nicht: Im Vergleich zu mir, der auch mal im Charter nach Kreta reist, bist du doch eher abenteuerlustig!

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