Was ich in diesem Blog bisher verschwiegen habe: Gleich am ersten Tag wurde ich von einem grundsaetzliche sehr netten Tuktuk-fahrer zum staatlichen Tourist-Office (TAT) gebracht. Dieses hat einen sehr guten Ruf, da es gerade fuer Trekking Touren, wie ich sie geplant hatte, einen gewissen Standart garantiert. Ich dachte also, ich mache Naegel mit Koefen und habe mir sogleich einen 11-Tage trip mit ein bisschen Soukothai (antike Koenigs-stadt) und ein bisschen Hill-village feeling (Pai) und eben dem erwaehnten Hill-Trekking buchen lassen. Ein bisschen gestutzt habe ich schon beim Preis, aber ich war mir des Bath-Sfr-Kurses auch noch nicht ganz so gewahr…

Am Freitag morgen kam ich dann schliesslich mit dem Nacht-zug (verlief sehr angenehm. Im Zug bekam ich von einem hollaendischen Vater beinahe eine Stelle vermittelt in Finnland. ) nach Chang Mai (CM), der 2. groessten Stadt Thailands. Vom Zugfenster aus sah auch schon alles viel vertrauter aus als in BKK, naemlich gruen, das gibt dem gemeinen Schweizer schon mal ein Gefuehl von Heimat. Am Abend war im GH in CM ein Treffen mit unserer schlussendlich 7-Koefigen Trekking-Truppe angesagt. Schliesslich machte mich Lars (29, D zusammen mit Steffi) darauf aufmerksam, dass er vermute es sei ein fake-TAT gewesen. Was sich vor allem darin aeussere dass fuer ein mittleres (bis mieses) Angebot ueberrissene Preise verlangt werden … Ja sowas passiert einem, wenn man in BKK den Tuktuk-fahrern auf den Leim geht.Im verlauf des Trekkings fanden wir dann heraus, dass alle Gaeste dieses GH ’s bei einem solchen ‘TAT’ gebucht hatten. (2 hollaendische Studentinnen haben fuer 4 Wochen Thailand inkl. Island-hopping ueber 1000 Euro bezahlt. Das toent vielleicht nicht nach viel, aber fuer hiesige Verhaeltnisse ist das schon an der Grenze zum Wucher. Mein Ticket fuer den Nachtzug haette nur 770 Bath ca 22.- gekostet, pro Tag kostet mich mein Arrangement jetzt aber fast 50.- … Anyway money is not everything.)

Gluecklicherweise waren wir aber eine coole Truppe. Am neachsten Morgen kamen dann nochmals 2 Hollaenderinnen (Michele 25+ Gabrielle 24, sprich Chabi) direkt vom Nachtbus zu uns. Unser Guide machte auch keinen allzu-katastrophalen Eindruck, auch wenn er etwa gleich gut englisch sprach, wie ich spanisch. (Will go to waterfall, 1 hour walking, then night in hut, meal I will cook, spidersoup, hihi…) Unser Trip bestand aus 2 Naechten im Busch und 3 Tagesmaerschen a ca 2-3 h (total) also definitiv fuer den durchschnitts-Tourist. Es stellte sich dann aber bei fast allen heraus, dass dies vollauf genuege (bis auf den gipfelgeilen Schweizer). Bis zum ersten Wasserfall wurden wir aber noch mit einem Elephant-ride beehrt,den wir uns auch hatten sparen koennen. Spaetestens da fuehlten sich Lars und ich an den Stefan Loose Reisefuehrer erinnert, der in diesem Zusammenhang von der Rennstrecke nahe bei CM sprach. Insbesondere bei unsere Rueckkehr, als wir nochmals kurz bei unserem Startpunkt Rast machten fuer eine Mahlzeit sahen wir dann wie es auf der Rennstrecke zu und her gehen kann. Im 5min Rhytmus kamen Pick-ups und brachten Flipflop Touris zum Mittagessen.

Schlussendlich muss ich aber sagen, dass auch dank den sympathischen Leuten in unserer Gruppe, es durchaus eine lohnende und bereichernde Erfahrung war. Im Jungle, oder sagen wir einfach in einem thailaendischen Wald zu laufen gefiel mir (und auch den anderern) recht gut. Je schmaler die Wege und je steiniger der Aufstieg desto mehr freute ich mich auf die Aussicht, was glaube ich nicht ganz alle so sahen (es gibt halt nicht so viele Berge in Holland, dass man es sich gewohnt waere bei 30C in Sneakers ueber lehmige Pfade zu wandern). Alle waren wir dann happy als wir nach ca 2h zu unserem ersten Wasserfall kamen. Aus ca3 m fiel das Wasser in ein breites Knie- bis Hueft-tiefes Becken, so dass man sich direkt unter den prasselnden Strahl stellen konnte: Thai-Massage einmal anders. Wirklich gespannt waren wir dann auf unsere Unterkunft. Die rethorischen Faehigkeiten unseres Fuehrers waren zu beschraenkt um uns gross zu erklaeren was wir unter einer Jungle-hut vorzustellen haetten. Dass es so gemuetlich sein koennte haetten wir uns nicht ertraumt (nicht beim fake-TAT). Nachtessen war dann entgegen den Androhungen keine Spinnen-suppe, sondern Reis mit Gemuese und ein paar Maraton-chicken stuecken.

Eine Antwort zu “Rennstrecken-Trekking in Chiang Mai”

  1. Barbara Hitzig sagte

    Lieber Lukas, Kommentar und Fotos deiner Reise sind grossartig. Geniesse deine Ferienzeit. Mit liebem Gruss und besten Wünschen Grossmama

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